BDSM Variationen der Intensität: D/s oder doch H/s?
So mancher erkundet die Definitionen im BDSM Bereich und meint gar, dass D/s und H/s Synonym zueinander stehen. Diesem Irrglauben möchte ich nun begegnen!
D/s heißt wie du fast richtig erkannt hast Dominance / submission. Mit Master /slave indes hat es rein gar nichts zu tun, hierzu ist im englischsprachigen Bereich der Begriff M/s, bzw im deutschen H/s vorgesehen. Wobei sich ersteres um einen lockeren Verbund zweier Menschen handelt, die sich im Alltag auf Augenhöhe begegnen und nur in Sessions ein Machtgefälle einnehmen und letzteres Menschen bezeichnet, die dem ganzen weitaus mehr Bedeutung zurechnen und das Machtgefälle auch im Alltag auszuleben suchen.
Beiden Begriffen – wie alles im BDSM – ist jedoch gemein, dass die Lebensart jederzeit von jedem Beteiligten beendet werden kann, wenn ihm der Sinn danach steht, ohne dass es weiterreichende Folgen fürs eigene Leben oder den Ruf hat. Darüber hinaus beinhalten beide Spielarten nicht die Verpflichtung zusammenzuleben, sondern lassen sich durchaus ausleben, während beide im Alltag ihre normalen Wege gehen.
MehrDie Wahrheit über “dominante” Männer
Das Video ist ursprünglich auf Möchtegern Herren in SL Gor gemünzt, leider ist ein solches Verhalten auch in der realen Welt oft anzutreffen.
MehrLesen, Austausch & Lernen im LK Lesezirkel
Lesen, Austausch & Lernen im LK Lesezirkel (via lakajira – the gorean Network)
Mit dem LK Lesezirkel – in dem Bücher gemeinsam besprochen werden – startet lakajira.com ein neues Projekt. Das Ganze wird wie folgt ablaufen: wir nehmen uns ein bestimmtes Gor-Buch vor (wir beginnen mit Buch 22, Die Tänzerin) und lesen zu Hause ein Kapitel, jeder für sich. Man kann sich dann…
Denn ich bin ein Untertan …
Des Untertanen Glaubensbekenntnis
Stets nur treu und stets loyal
und vor allem stets zufrieden,
so hat Gott es uns beschieden.
Folglich bleibt mir keine Wahl
Ob des Staates alten Karren
Weise ziehen oder Narren,
dieses geht mich gar nichts an,
denn ich bin ein Untertan.
Ob des Staates alten Karren
Weise ziehen oder Narren,
dieses geht mich gar nichts an,
denn ich bin ein Untertan.
Ob ich aller Völker Hohn,
Weil auf Deutschlands beiden Küsten
Sich nur fremde Flaggen brüsten,
Christlich schweig ich still davon.
Denn zuerst geziemt dem Throne,
Dass die Frommen er belohne;
Folglich geht mich das nichts an,
Denn ich bin ein Untertan.
Ob mein Nachbar Bauersmann,
Dem Kartoffeln nur noch blieben,
Wird von Haus und Hof getrieben,
Weil er nicht mehr leisten kann,
Was für ihre Heldentaten
Haben müssen die Soldaten,
Dieses geht mich gar nichts an,
Denn ich bin ein Untertan.
Trotz der Arbeit Tag und Nacht
Kann ich nicht mein Leben fristen,
Weil man Konduitenlisten
Hinter meinem Rücken macht.
Aber ob ich kann bestehen
Oder muss ich betteln gehen,
Dieses geht mich gar nichts an,
Denn ich bin ein Untertan.
Red ich wohl ein bisschen frei,
Und wer tut das nicht beim Weine?
Bringen sie es rasch ins reine,
Denn sie stecken gleich mich bei.
Ob die Kinder schrein nach Brode,
Ob mein Weib sich grämt zu Tode,
Dieses geht mich gar nichts an,
Denn ich bin ein Untertan.
Wenn nun endlich kommt der Russ’
Mit dem großen Ländersäckel,
Zieh ich höflich meinen Deckel
Ohne Grollen und Verdruss;
Denn fürwahr, das muss ich sagen,
Ich denk ihn nicht fortzujagen -
Alles das geht mich nichts an,
Denn ich bin ein Untertan!
Johann Gottfried Kinkel
(1815 – 1882; dt. Theologe, Kunsthistoriker, Schriftsteller, Dichter und Revolutionär)
Ehre und Treue
Denn was auch immer auf Erden besteht,
besteht durch Ehre und Treue.
Wer heute die alte Pflicht verrät,
verrät auch morgen die neue.
Adalbert Stifter
MehrIst es die Sehnsucht nach Bedeutung, die unser aller Leben bestimmt?
Bedeutung im Leben ist es, wonach wir streben! Doch worin finden wir wirklich unsere Erfüllung?
Ein jeder Mensch strebt stets danach von Seinesgleichen anerkannt und geschätzt zu werden. Ein freier Mensch verspürt die Sehnsucht über diese Grenzen hinaus bekannt und berühmt zu sein. Daher ist es für Freie wichtig, stetig an der besseren Positionierung ihrer Selbst im Licht der Öffentlichkeit zu arbeiten. In der Öffentlichkeit Bedeutung erlangen zu können liegt jedoch einzig in der Hand des Freien. Eine unfreie Person sich dieses genauso wenig leisten wie es eine Person, die diesen Status anstrebt, sich leisten will.
Die Suche nach öffentlicher Bedeutung ist somit eine herausragende Eigenschaft des freien Menschen, nicht des Unfreien oder der sklavin. Die sklavin strebt danach im Hause ihres Herrn durch Hingabe an Bedeutung zu gewinnen, sich hervorzutun und durch ihre zufrieden stellende Handlungsweise die Aufmerksamkeit des Herrn auf sich zu ziehen. Genauso wie das mädchen, welches vom Status einer sklavin ersehnt ihren Fokus darauf richtet, speziell ihrem möglicherweise zukünftigen Herrn zu gefallen und von Bedeutung für ihn zu sein, nicht aber jene die für ihr zukünftiges Leben im Hause dieses Herrn keine Rolle spielen.
Jeder sollte sich nun selber fragen, was ihm wichtig im Leben ist. Ist es der Wunsch nach Bedeutung innerhalb einer Gruppe oder in der breiten Öffentlichkeit, oder doch mehr die Fixierung auf eine einzelne Person, deren Wertschätzung dem eigenen Leben Bedeutung verleiht?
MehrHerrschen bedeutet streben und entbehren!
Um herrschen zu können sind Entbehrungen und Zielstrebigkeit die Voraussetzung!
Wer die Belustigungen der breiten Masse teilen, sich unter die Menschen mischen und mit ihnen mitlaufen will, ohne seinen eigenen Weg gehen zu wollen, sollte sich vom Gedanken befreien, Herr sein zu wollen.
So wähle ein jeder seinen Weg klug, überlege was ihm wirklich wichtig ist im Leben und worauf er verzichten willst, um dieses Ziel zu erreichen. Auch wenn es nicht augenscheinlich ist, so liegt doch im Verzicht der Grundstein für den weiteren Lebensweg.
So wird der Mann für den politisch korrektes Benehmen privat oder beruflich wichtig ist niemals ein erfülltes Leben als Herr führen können. Wünscht er sich, dass seine sklavin schuhlos oder stets in Sklavenkleidung zu halten, sollte ihm klar sein, dass er danach in diversen Geschäften, öffentlichen Einrichtungen oder privaten Häusern nicht mehr willkommen ist, weswegen er dort nicht mehr hingehen wird, oder dieses tun wird ohne seine sklavin mit sich zu führen.
Die Frage die sich jeder freie Mann stellen muss ist, ob er wirklich herrschen und als Sklavenbesitzer leben will! Nur wer wirklich um die damit verbundenen Entbehrungen weiß und diese auf sich zu nehmen bereit ist, sollte diesen Weg gehen. Es ist nicht schlimm dem konsequenten Leben eines Herrn ablehnend gegenüberzustehen, doch sollte jeder freie Mann der Herr sein , also Herrschen, will gewiss sein, dass kein Weg an einem konsequenten Lebensstil mit allen damit verbundenen Vor- und Nachteilen vorüber führt.
Letztlich aber ist es unerheblich, ob es um die weibliche Versklavung oder die männliche Herrschaft geht. Nur wer bewusst auf alles zu verzichten bereit ist, was ihm im Wege steht und die ganze Konzentration in Herz und Hirn auf das Ziel von Herrschaft und Sklaverei zu lenken bereit ist wird am Ende Erfolg haben. Wer indes zu viel Vergangenem oder möglicherweise Versäumten nachtrauert und sich nicht dem Weg in die “herrliche” Zukunft zu stellen bereit ist, um ein neues, ganz anderes aber sicherlich erfüllendes Leben zu führen, sollte von diesem Gedanken ablassen und sein Heil in einer Lebensweise suchen, welche den eigenen Streben nach Anerkennung, innerer Erfüllung, materiellen Gütern und gesellschaftlicher Akzeptanz weitaus besser entgegenkommt.
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